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St. Pauli verbietet Smart Glasses, Sicherheitspersonal wird geschult

Der FC St. Pauli verbietet Smart Glasses im Stadion am Millerntor. Das Sicherheitspersonal lernt, die Geräte zu erkennen, Smartphones bleiben erlaubt.

Ein Sicherheitsbeamter patrouilliert nachts und leuchtet mit einer Taschenlampe entlang eines Maschendrahtzauns neben einem Gebäude.

Der FC St. Pauli verbietet Smart Glasses im Stadion am Millerntor und schult sein Sicherheitspersonal darauf, die Brillen zu erkennen, teilte der Verein mit. Das Verbot gilt für Brillen und ähnliche tragbare Geräte mit Kamera- oder Audioaufnahme, Smartphones sind ausdrücklich ausgenommen.

Das Wichtigste#

  • Der Verein ergänzt seine Stadionordnung um ein Verbot von Smart Glasses mit Kamera- oder Audiofunktion, so der FC St. Pauli.
  • Das Sicherheitspersonal wird sensibilisiert und geschult, um die Geräte erkennen zu können, so der Verein.
  • Wer vermutet, heimlich aufgenommen zu werden, kann sich an den Ordnungsdienst oder die Awareness-Teams wenden, so der FC St. Pauli.
  • Der Verein räumt ein, dass sich das Verbot wie andere Regeln nicht lückenlos kontrollieren lässt, berichtete Radio Hamburg.

Warum der Verein die Brillen verbietet#

Smart Glasses werden leistungsfähiger und verbreiteter, und für andere ist immer schwerer zu erkennen, ob sie fotografiert, gefilmt oder aufgenommen werden, begründet der FC St. Pauli den Schritt. Solche Aufnahmen können nach Angaben des Vereins Persönlichkeitsrechte verletzen und in Einzelfällen strafrechtlich relevant sein.

Radio Hamburg verweist darauf, dass Datenschützer Verletzungen von Persönlichkeitsrechten befürchten und dass künstliche Intelligenz die Brillen immer leistungsfähiger macht, so der Sender. Auch einige Schwimmbäder haben Smart Glasses nach dem Bericht schon verboten.

Die Änderung hat der Verein vorab mit dem Fanladen, dem Inklusionsbeirat, dem Ständigen Fanausschuss und den eigenen Abteilungen für Sicherheit, Recht und Awareness besprochen, so der FC St. Pauli. Ausnahmen sind bei begründetem Bedarf möglich, etwa für Menschen, die auf technische Hilfsmittel angewiesen sind.

Was das Verbot im Alltag bedeutet#

Einen Starttermin oder ein bestimmtes Spiel nennt die Mitteilung nicht, das Verbot gilt künftig, so der Verein. Strafen für Verstöße nennen weder der Verein noch Radio Hamburg.

Die Regel gibt dem Verein nach eigenen Angaben eine Grundlage, im Einzelfall einzuschreiten, berichtete Radio Hamburg. Für Ordnungsdienste heißt das vor allem: Sie müssen die Geräte erst einmal erkennen und dann ruhig und korrekt reagieren.

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet#

  • Neue Verbote sofort übernehmen. Wenn ein Auftraggeber seine Hausordnung ändert, gehört die Änderung am selben Tag in die Dienstanweisungen für Einlass und Innenraum.
  • Das Erkennen üben. Zeigen Sie Ihren Teams Bilder aktueller Modelle und üben Sie, wie man Gäste höflich anspricht. Halten Sie fest, wer die Schulung abgeschlossen hat.
  • Ausnahmen kennen. Wer auf ein Hilfsmittel angewiesen ist, braucht eine klare Lösung am Einlass. Klären Sie vorher mit dem Veranstalter, wer über Ausnahmen entscheidet.
  • Hinweise von Gästen ernst nehmen. Meldet jemand eine heimliche Aufnahme, sollte das Team wissen, wen es ruft und wie es den Vorfall im Vorfallbericht festhält.
  • Rechtliches klären. Ob und wie Ihre Kräfte Geräte kontrollieren oder Aufnahmen ansprechen dürfen, klären Sie mit dem Veranstalter und einem Anwalt.

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Häufig gestellte Fragen#

Was genau verbietet der FC St. Pauli?#

Verboten sind Smart Glasses und ähnliche tragbare Geräte mit Kamera- oder Audioaufnahme im Stadion am Millerntor, so der Verein. Smartphones sind von der Regel ausdrücklich ausgenommen.

Wie wird das Verbot durchgesetzt?#

Das Sicherheitspersonal wird geschult, die Geräte zu erkennen, und Gäste können sich an den Ordnungsdienst oder die Awareness-Teams wenden, berichtete Radio Hamburg. Der Verein sagt selbst, dass sich das Verbot nicht lückenlos kontrollieren lässt.

Gibt es Ausnahmen?#

Ja. Bei begründetem Bedarf sieht die Stadionordnung Ausnahmen vor, etwa für Menschen, die auf technische Hilfsmittel angewiesen sind, so der FC St. Pauli.

Quellen#

  • Stadien
  • Veranstaltungen
  • Hamburg

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